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Unter 18 kommt
niemand ins Stubu Gestern
Eröffnungsparty nach drei Monaten Ruhe Von unserem
Redakteur Volker Junck |
BREMEN-BAHNHOFSVORSTADT. Spirituosen
auspacken, Bierfässer anstechen, Leute einstellen, Lieferanten kontakten:
Vor der Wiedereröffnung der Groß-Diskothek "Stubu" war gestern der Teufel
los.Der neue Betreiber Tim Meister war am Vormittag noch beim Stadtamt, um
sich seine Konzession abzuholen und letzte Details abzusprechen. Dann
flitzte er fast nur noch mit dem Handy am Ohr im Stubu mit Musikkeller,
Skyline, Coconut, Sixties und Latinlounge umher, um die Eröffnungsparty
vom späten Abend bis in die Morgenstunden vorzubereiten.Zum neuen
Sicherheitskonzept gehört ein Laufgang aus mobilen Sperrgittern zum
einzigen Eingang, an dem Türsteher eines Bremer Sicherheitsdienstes alle
Jugendlichen unter 18 Jahren herausfiltern und die Besucher auf Waffen
oder Drogen filzen. Von den alten Türstehern ist niemand mehr dabei, und
auch sonst muss sich der 27-jährige Betreiber auf neue Mitarbeiter
verlassen, da er keine verantwortlichen Mitglieder der früheren
Geschäftsleitung übernehmen durfte.Nun hieß es also für den studierten
Betriebswirt, telefonisch die benötigten Leute für den Service
zusammenzutrommeln. Einige aus der alten Mannschaft haben neue Jobs
gefunden oder sind weggezogen, andere sind ganz heiß darauf, nach
dreimonatiger Beschäftigungslosigkeit nun wieder Geld zu verdienen. So
auch jobbende Studenten oder Geringverdiener. Während die einen schon
diverse Flaschen in die Regale sortierten, kamen andere noch angesaust, um
sich zum Dienst zu melden. "Hallo, hallo bis heute Abend!"Viele hatten
erst aus der Zeitung oder dem Radio von der gestrigen Wiedereröffnung
erfahren.Besitzer der Immobilie am Rembertiring ist nach wie vor der
frühere Betreiber Rainer Büsing, dessen Pächter nun Tim Meister mit seiner
neu gegründeten "Stubu Dancehouse GmbH" ist. Insgesamt fasst Bremens
bekannteste Diskothek mit allen fünf Areas 1500 Besucher. Meister hat noch
nicht genau durchkalkuliert, wie viele Gäste er von Donnerstag bis
Sonnabend braucht, um wirtschaftlich klarzukommen.Doch bei den hohen
Kosten für Miete, Personal, Inventar, Versicherungen oder den
Sicherheitsdienst mit 13 Türstehern muss schon ordentlich Betrieb sein.
Meister: "Da kommt einiges zusammen." Trotzdem belässt er es bei drei Euro
Eintritt am Donnerstag und fünf Euro am Freitag und Sonnabend. Froh sind
auch die übrigen Betriebe an der Diskomeile, mit dem Stubu wieder ein
Zugpferd zu haben. |